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Landesverband Baden-Württemberg

Osteoporose



Osteoporose (Knochenschwund) ist eine der wichtigsten Volkskrankheiten. In Deutschland leiden Millionen Menschen daran, besonders ältere Frauen. Aber nur etwa ein Drittel weiß, dass sie an dieser Krankheit leidet − und nur jeder sechste erhält eine Therapie. Bei den Betroffenen baut sich die Knochensubstanz verstärkt ab - Verlust von Knochenmasse. Dadurch werden die Knochen immer instabiler, brüchiger und führen letztlich zur Knochenfraktur.

Rund 90 Prozent aller Osteoporose-Erkrankungen sind hormonell bedingt. Seltener ist eine Osteoporose aufgrund anderer Krankheiten oder deren Behandlung. Zusätzlich gibt es bestimmte Risikofaktoren, die die Entwicklung einer Osteoporose begünstigen.

Osteoporose
Was ist passiert?
Osteoporose

Knochen bestehen aus einem speziellen Gewebe, das ihnen Form und Stabilität verleiht, und verschiedenen Mineralstoffen, welche im Knochengewebe eingelagert werden (bevorzugt Kalzium und Phosphat). Sie verdichten und stärken die Knochenstruktur. Die Knochen befinden sich ständig im Umbau, um sich wechselnden Anforderungen anzupassen. Bis ungefähr zum 35. Lebensjahr wird normalerweise insgesamt mehr Knochenmasse aufgebaut als abgebaut. Ab dem 35. Lebensjahr überwiegt dann allmählich der Knochenabbau und beschleunigt sich mit dem Alter. Als Folge wird der Knochen porös und brüchig. Zu Knochenbrüchen kommt es hauptsächlich an Wirbelsäule, Hüfte und Unterarm. Man schätzt, dass jährlich über 100.000 Brüche auf Knochenschwund zurückzuführen sind.

Dieser normale Knochenstoffwechsel kann durch viele Einflüsse gestört werden. So können unter anderem Kalziummangel, Bewegungsmangel und hormonbedingte Erkrankungen bewirken, dass der Knochenaufbau gehemmt und/oder der Knochenabbau gefördert wird. In der Folge schwindet die Knochenmasse - es entsteht Osteoporose. Vorwiegend betroffen sind ältere Menschen. Die Patienten können im Extremfall pro Jahr bis zu sechs Prozent ihrer Knochenmasse verlieren!

Was sind die Sympthome?

Osteoporose entwickelt sich meist langsam. Anfangs haben Betroffene daher im Allgemeinen keine Beschwerden. Erst im weiteren Verlauf treten Schmerzen auf, beispielsweise Rückenschmerzen und Knieschmerzen. Sie werden oft nicht als erste Osteoporose-Symptome erkannt.

Bei manchen Patienten kommt es auch zu Knochenbrüchen, oft als Folge von Bagatellverletzungen. So kann schon ein kleiner, harmloser Sturz einen Unterarmbruch nach sich ziehen. Auch spontane Knochenbrüche ohne erkennbaren Anlass sind mögliche erste Osteoporose-Symptome.

Im fortgeschrittenen Stadium der Osteoporose treten vermehrt Knochenbrüche ohne Anlass auf. Als typische Osteoporose-Symptome entpuppen sich oft hüftnahe Knochenbrüche (wie Oberschenkelhalsfraktur), Brüche des Ober- und Unterarmes sowie der Wirbelkörper (Wirbelkörperfraktur).

Generell können folgende Symptome auf Wirbelkörpereinbrüche hindeuten:

Teufelskreis

Mit jedem Knochenbruch erhöht sich das Risiko für weitere Frakturen. Aus Angst vor erneuten Brüchen werden Osteoporose-Patienten oft unsicher und ängstlich beim Gehen und stützen sich häufig ab. Das erhöht das Sturzrisiko. Zusätzlich schwindet im Alter die Muskelkraft. Zudem können viele ältere Menschen schlechter hören und sehen. Das beeinträchtigt das Gleichgewicht, was die Sturzgefahr zusätzlich verschärft. So erhöht sich das Risiko für Knochenbrüche noch weiter. Die Betroffenen geraten in einen Teufelskreis aus Angst und Unsicherheit, erhöhter Sturzgefahr und neuen Knochenbrüchen, welche die Angst weiter entfachen.